SCHUTT UND ASCHE

Einst einsam und verlassen
ungeliebt und abgeschoben
fühlte ich mich hier
wie auf einem fremden Planeten
Was mache ich bloss hier?
Wie um alles in der Welt
bin ich hier gelandet?
Bin ich vielleicht eine Ausserirdische
die ausgesetzt worden ist?

Gefühlte Leben später
auf dem gleichen Planeten
reibe ich mir erstaunt die Augen
und frage mich
was aus dem kleinen unsicheren Mädchen von damals geworden ist
Sie hat sich verwandelt von Aschenputtel
in eine selbstbewusste Königin.

Sie ist nicht mehr einsam
sondern hat ihre Seelenfamilie gefunden
Sie wird geliebt und geachtet
Inmitten der Trümmer ihrer Seele ist sie
neu auferstanden und es wuchsen Orchideen auf dem Schlamm ihrer Trauer und Verzweiflung

Sie entdeckte die Gabe
aus Schutt und Asche Liebe und Gold zu zaubern
Doch sie kann sich nicht mehr erinnern
wie das alles geschah
Es müssen mehrere Leben gewesen sein
in denen sie all dies geschafft hat
und nun anderen Trümmerseelen dabei hilft, ihre Schönheit und Liebe
zu erkennen
und zu erfahren, dass die Liebe in ihnen wohnt

DANKBARKEIT

Liebes Leben – danke für die vielfältigen Aufgaben, die du mir stellst.
Danke für die Spiegel, in die ich sehen darf. Danke, dass mir manchmal gefällt was ich sehe, manchmal aber auch nicht. Dies gibt mir die Möglichkeit, näher hinzuschauen. Warum gefällt mir dieser Spiegel nicht? Was hat es mit mir zu tun? Was passiert mit mir, wenn ich in diesen Spiegel schaue?

Danke, dass ich praktisch jeden Tag gesund aufstehen kann, mehr als genug, gesund und fein zu essen habe und Menschen um mich herum habe, die mich inspirieren und stärken. Danke füt die Lebendigkeit und meine Lebensfreude, die mich durch jede Krise trägt.

Danke für meine geliebten und total unterschiedlichen Kinder, die mich vieles lehren und mich reich beschenken. Danke dass ich arbeiten darf, was ich liebe. Danke auch dafür, dass ich nicht immer arbeiten muss, sondern auch Zeit für die Musse haben.

Danke für meine Freunde und meine Liebe, die mich leben lassen, wie ich es mir wünsche, frei und verbunden. Danke, dass ich ein so reiches Gefühls- und Körpererleben habe, das ich teilen kann mit meinen liebsten Menschen.

Ich danke dir, mein Leben!! Du bist wunderbar, genauso wie du bist. Meistens erkenne ich dies, manchmal aber noch nicht. Und das Tolle ist, muss ich auch gar nicht. Denn ich bin auf dem Weg….so wie du und alle anderen.

Wir sind alle auf dem Weg unseres Lebens, das wir uns selber ausgesucht haben. Weil wir dies vergessen haben, fragen wir uns manchmal, zum Kuckuck, was habe ich mir da bloss erschaffen?

Doch wenn du tief in dich hinein horchst, wirst du wieder wissen, warum du hier bist, was deine an dich selber gestellte Aufgabe ist und warum du gerade da bist, wo du bist.

Es ist genau gut so, denn es führt dich näher zu dir. Darum vertraue und verzage nicht. Und wenn du nicht festhälst sondern loslässt, wirst du unerwartet reich beschenkt.“

LIEBE DIE EINFACH IST

Die Liebe, die ich mit dir erlebe
ist einfach
unkapriziös und einfach da
in jedem Moment
immer noch wachsend
mit staunenden Augen
und offenem Herzen
nicht fassen könnend
wie und warum das geschehen konnte
mit uns
in diesem unerwarteten Moment
der sich ausdehnte bis ins Heute
und so wir es wollen
auch ins Morgen und Übermorgen
Schön und entspannend ist es
diese Einfachheit und Tiefe
erleben zu dürfen nach all den
Auf und Abs in der Liebe
bis ich soweit war
jeden Wunsch nach Beziehung
loszulassen
und auch du hast es nicht gesucht
Und so haben wir uns gefunden
einfach so
und geniessen seither jeden Moment
dieser unglaublich schönen
Verbundenheit und Liebe

STILLE

Danke, dass ich mit dir
die Stille teilen kann
Die wundervollen Momente
wo Zeit und Raum
keine Rolle mehr spielen
und wir einfach nur
bei uns sein können

Es gibt nichts Schöneres und Entspannteres als diese Inseln mit dir
mitten im Ozean
in dem es manchmal
kein Halten mehr gibt
und ich mir einfach erlaube,
unterzugehen und nichts mehr zu wollen
Und da bist du
und hältst mich ganz fest
in deinen Armen ❤

DIE MÜDE TIGERIN

Sie hat genug gesehen und gehört.
Versucht, ihr Rudel zu verteidigen vor den gierigen Wölfen im Altstadtdschungel.
Nein, sie gehört nicht hierher.
Trug ihr Herz auf der Zunge und sie versuchten ihr die Zunge abzuschneiden, was auch manchen gelang.
Aber sie wächst immer wieder nach, denn die Kraft der Liebe ist unerbittlich.

Doch sie ist müde geworden von den Kämpfen im Alltagsdschungel und mag sich mit ihrem Rudel zurückziehen in ihre kuschlig warme Höhle in ihrer Heimat, wo es nur ihresgleichen gibt.

Sie sammelt Vorräte und entledigt sich allen Ballasts und ist bereit für den letzten grossen Kampf, bevor sie sich zurückzieht aus dieser Welt, die nicht die ihre ist. Und bis dahin knurrt sie jeden an, der ihr oder ihrem Rudel zu nahe kommt und nicht offenen Herzens ist.

NEUE WEGE

Ich weiss nicht, wo ich bin
und gehe neue Wege.
Ich habe Schmerzen
und laufe trotzdem weiter

Ich entdecke eine neue Stadt
und finde mich dabei selbst neu
Ich bin ganz hier
und gleichzeitig überall

Ich habe keine Ahnung, wo ich bin
und es spielt überhaupt keine Rolle,
denn ich bin bei mir

Ich habe Angst
und stelle mich ihr,
indem ich sie fühle

Ich wurde verletzt
und öffne mein Herz
Ich liebe
und lebe für die Liebe

Ich bin traurig
und glücklich im gleichen Moment
Ich vermisse dich
und bin dankbar, so nah bei mir zu sein

Ich fühle mich verbunden
und gleichzeitig frei

DANKE! ❤

HEIMAT

Egal wo ich gerade bin,
meine Heimat finde ich nur in mir.
In meinem Herzen
fühle ich mich zuhause und geborgen.
Da scheint die Sonne
oder immerhin eine Kerze,
auch wenn es draussen garstig stürmt.

Wenn du bei mir bist,
fühlt es sich an,
als würde sich mein Herz
und damit meine Heimat verdoppeln
und ein weiches Kuschelfell liegt darin,
auf das wir uns gemütlich hinfläzen,
uns nahe aneinander kuscheln
und einfach glücklich sind,
dass wir einander gefunden haben,
ohne uns zu suchen.

Wer oder was ich bin?

Je besser ich mich kennenlerne,

desto weniger kann ich sagen,

wer oder was ich bin.

Jede Definition scheint zu

einengend und von fast allem

bin ich auch das Gegenteil

und je länger je mehr

identifiziere ich mich nicht mehr damit.

Aber ich mag dir erzählen, wie ich jetzt gerade so bin.

Unglaublich lustvoll
Inspiriert und inspirierend
mit einem grossen offenen Herzen
und darunter verborgen alter Schmerz, der manchmal zum Vorschein kommt
Angepisst von zu starren Systemen, in denen

jegliche Kreativität

und Lebendigkeit

im Keim erstickt wird

Sanftmütig und kriegerisch

Heilsam und heilend

Gesund und genussvoll
Freiheitsliebend und verschmelzend
Liebend und liebevoll
Klar und verworren

Hoch fliegend und verbunden
mit der geistigen Welt

und Mutter Erde
und irgendwie nicht von dieser Welt

Heimatlos und verwurzelt in mir
Auf der Suche nach Gemeinschaft und einer neuen Art zu leben

Vielleicht mit dir?

Urschmerz

URSCHMERZ

Eine unruhige und kurze Nacht liegt hinter mir. Unter dem Grollen der Lust ist ein alter Schmerz aufgetaucht.
Ich habe Angst, dir in die Augen zu sehen und dich zu fragen, wie es war. Ich weiss, was Entscheidungen beim Anderen bewirken können. Ich habe es schon erlebt.

Diesnal habe ich mein Herz nur langsam geöffnet, doch es wollte bei dir sein, hat mich zu dir geführt. Ich habe mich immer mehr entspannen können in dieses wohlig warme Gefühl, nichts sein oder tun zu müssen für dich. Und du auch nicht für mich.

Jetzt, wo der Punkt gekommen ist, wo wir nicht mehr nur geniessen wollen sondern eine gemeinsame Vision im Herzen tragen, nach all den Wochen verspielter Leichtigkeit, kriecht plötzlich diese Angst aus der Tiefe meines menschlichen Selbst, dass eine weitere Lektion ansteht für meine Seele, in der ich Liebe in Form von tiefem Schmerz erfahren muss, um weiter zu wachsen.

Liebes Leben, ich bin müde, ich habe Wachstumsschmerzen, ich möchte mein Herz weiter offen lassen.
Ja, das tue ich. Ich lasse es offen und atme und fühle in den Schmerz hinein. Lasse ihn einfach zu. Es ist die Spiegelung des Urschmerzes der Trennung und hat nichts mit dir und mir zu tun.

Vulkan

Aussen müde und innen ein Vulkan,
der leise vor sich hin grollt
und sich auf den nächsten Ausbruch vorbereitet.
Aber erst mal schlafen…
Mich im Bett zusammenrollen
und die Erinnerung an deinen Duft in die Nase ziehen.
Dein Kissen zwischen meine Beine schmiegen und schnurren wie eine Katze.
Dann schlafe ich ein, mich sanft streichelnd
Nur ein paar Minuten, dann bin ich schon weit weg im Traumland.
Vielleicht begegnen wir uns da?
Und dann….ja dann….das Grollen wird immer intensiver. Erste Funken sprühen.
Nimm mich! Jetzt!