Wer oder was ich bin?

Je besser ich mich kennenlerne,

desto weniger kann ich sagen,

wer oder was ich bin.

Jede Definition scheint zu

einengend und von fast allem

bin ich auch das Gegenteil

und je länger je mehr

identifiziere ich mich nicht mehr damit.

Aber ich mag dir erzählen, wie ich jetzt gerade so bin.

Unglaublich lustvoll
Inspiriert und inspirierend
mit einem grossen offenen Herzen
und darunter verborgen alter Schmerz, der manchmal zum Vorschein kommt
Angepisst von zu starren Systemen, in denen

jegliche Kreativität

und Lebendigkeit

im Keim erstickt wird

Sanftmütig und kriegerisch

Heilsam und heilend

Gesund und genussvoll
Freiheitsliebend und verschmelzend
Liebend und liebevoll
Klar und verworren

Hoch fliegend und verbunden
mit der geistigen Welt

und Mutter Erde
und irgendwie nicht von dieser Welt

Heimatlos und verwurzelt in mir
Auf der Suche nach Gemeinschaft und einer neuen Art zu leben

Vielleicht mit dir?

Urschmerz

URSCHMERZ

Eine unruhige und kurze Nacht liegt hinter mir. Unter dem Grollen der Lust ist ein alter Schmerz aufgetaucht.
Ich habe Angst, dir in die Augen zu sehen und dich zu fragen, wie es war. Ich weiss, was Entscheidungen beim Anderen bewirken können. Ich habe es schon erlebt.

Diesnal habe ich mein Herz nur langsam geöffnet, doch es wollte bei dir sein, hat mich zu dir geführt. Ich habe mich immer mehr entspannen können in dieses wohlig warme Gefühl, nichts sein oder tun zu müssen für dich. Und du auch nicht für mich.

Jetzt, wo der Punkt gekommen ist, wo wir nicht mehr nur geniessen wollen sondern eine gemeinsame Vision im Herzen tragen, nach all den Wochen verspielter Leichtigkeit, kriecht plötzlich diese Angst aus der Tiefe meines menschlichen Selbst, dass eine weitere Lektion ansteht für meine Seele, in der ich Liebe in Form von tiefem Schmerz erfahren muss, um weiter zu wachsen.

Liebes Leben, ich bin müde, ich habe Wachstumsschmerzen, ich möchte mein Herz weiter offen lassen.
Ja, das tue ich. Ich lasse es offen und atme und fühle in den Schmerz hinein. Lasse ihn einfach zu. Es ist die Spiegelung des Urschmerzes der Trennung und hat nichts mit dir und mir zu tun.

Vulkan

Aussen müde und innen ein Vulkan,
der leise vor sich hin grollt
und sich auf den nächsten Ausbruch vorbereitet.
Aber erst mal schlafen…
Mich im Bett zusammenrollen
und die Erinnerung an deinen Duft in die Nase ziehen.
Dein Kissen zwischen meine Beine schmiegen und schnurren wie eine Katze.
Dann schlafe ich ein, mich sanft streichelnd
Nur ein paar Minuten, dann bin ich schon weit weg im Traumland.
Vielleicht begegnen wir uns da?
Und dann….ja dann….das Grollen wird immer intensiver. Erste Funken sprühen.
Nimm mich! Jetzt!

FREI UND VERBUNDEN

Mir gefällt die Bezeichnung verbindliche Beziehung überhaupt nicht! Schon als ich (ganz früher mal) heiratete, fand ich das komisch, zu versprechen, zusammen zu bleiben, bis dass der Tod uns scheidet! Das fühlte sich nach Zwang und Gefängnis an. Beides mag ich nicht. Ich bin ein Kind der Freiheit. Frei und doch verbunden entspricht mir viel mehr, da geht mein Herz auf!

Ich mag tiefe Verbindung, ohne mich dabei selbst zu verlieren. Ich liebe innige Momente des Verschmelzens, um dann wieder ganz bei mir zu sein.

Was ich nicht ausstehen kann, wenn du mich besitzen, kontrollieren und einschränken willst, weil du Angst hast, mich zu verlieren. Das macht mir Angst. Tust du das, hast du schon verloren. Ich bleibe von Herzen gern freiwillig mit dir, einfach, weil ich dich liebe und nicht, weil du ohne mich nicht sein kannst. Und ich wünsche mir, dass auch ich unabhängig neben dir sein kann, ohne in alte Muster zu fallen und darin zu versinken.

Die verbindliche, abhängige Beziehung hat ausgedient, jedenfalls für mich.
Es ist Zeit für neue Erfahrungen. Ich mag keine Projektionswiese für dich sein, auf der du nach Lust und Laune grasen kannst. Aber du darfst mich geniessen, mit all meinen Facetten. So wie ich dich. Einfach so, wie du bist.

Oh ja, ich hatte auch viele Projektionen, die ich auf die arme Männerwelt gerichtet hatte. Entstanden aus dem Mangel eines kleinen Mädchens, das sich verzweifelt nach Liebe sehnte. All meine Wünsche und Bedürfnisse wurden nach einem kurzen High jäh enttäuscht. Zum Glück brauchte es meist keine Jahre und ich bin durch jede Enttäuschung ein bisschen mehr aufgewacht aus dem Traum der Prinzessin, die gerettet werden muss.

Nun stehe ich da, mitten in meinem Leben, auf meinen eigenen Beinen und begegne dir auf Augenhöhe, ohne etwas zu suchen oder zu erwarten.

Ich bin das, was ich immer gesucht habe. Du bist das, was du immer gesucht hast. Gemeinsam können wir nun einander ganz neu begegnen, uns in tiefer Liebe und Achtung verbinden und dabei wunderbar frei bleiben.

SCHEISS AUF ERLEUCHTUNG!

Ja, ich lebe noch! Und wie!
Ich geniesse das Leben in all seinen Facetten ohne etwas zu wollen.
Seit mich diese Welt und ein Mann, der mir das Herz gebrochen haben, bitter enttäuscht haben, habe ich mich resigniert zurückgezogen, enttäuscht von dieser Welt.

Ich sah ein, dass es auf dieser Welt nichts zu holen, nichts zu erreichen gibt. Jede Erwartung würde in Enttäuschung münden. Also liess ich los. Komplett los. Meine ganzen Wünsche und Erwartungen.

Plötzlich machte nichts mehr Sinn und ich wollte nur noch alleine sein, versank in Trübsinn und Hoffnungslosigkeit.

Weil ja sowieso nichts mehr eine Rolle spielte und ich genausogut auch tot sein könnte, liess ich mich einfach fallen in dieses schier unendliche Loch. Zum Glück kannte ich es schon. Genau ein Jahr zuvor erlebte ich einen ähnlichen Mind- und Soulcrash, verfing mich aber schnell wieder in neue Anhaftungen.

Diesmal war es um einiges brutaler, da ich mir den Herzverrat nicht mehr mit verstandnisvollen Worten schönreden konnte. Ich war verarscht worden und brutal auf die Schnauze gefallen. Meine wichtigsten Werte wie Vertrauen, Verlässlichkeit und vor allem die Liebe wurden in Frage gestellt.

Das war hart! Aber gut! Danke dafür. Echt jetzt!

Irgendwann begann ich mich aufzurappeln und einfach „normal“ zu leben. Liess den ganzen spirituellen Unsinn hinter mir, der nur eine neue, glänzendere Version meines ehemaligen Opfer-Egos von früher war.
Nein, diesen ganzen Pseudo-du-kannst-alles-erreichen-oder-du-bist-gar-niemand-Mist konnte mir jetzt auch nicht mehr helfen. Also kümmerte ich mich darum, morgens aufzustehen, Essen zuzubereiten, einzukaufen und so lauter profane Dinge.

Aber hey, das ist das Leben! Da auch meine Arbeit keinen Sinn mehr machte (für was, wenn nichts eine Rolle spielt?), hatte ich viel Zeit für mich und begann, das zu tun, was Spass macht. Ich lernte neue Menschen kennen, ging in den Ausgang und da ich nichts mehr zu verlieren hatte, wurde ich mutig wie nie zuvor und begann, ganz klar meine Wünsche zu äussern und es war mir scheissegal, ob sie erfüllt wurden. Wichtig war, für mich einzustehen und sie auszusprechen.

Ich erinnerte mich wieder an meine Wünsche als junge Frau und begann, ihnen Leben einzuhauchen und einfach unvernünftig zu sein.

Eines Tages erwachte ich und die Sonne schien in mir. Draussen regnete es in Strömen. Ich war einfach glücklich, einfach so, ohne äusseren Grund. Das Geld wurde knapp, wie auch meine Kleider vom Frustessen, da war kein Partner in Sicht, mein Kind war krank und ich war glücklich.

Seit dann ist mein Leben ein sinnliches Freudenfest. Ich lebe bewusst jeden Augenblick aus dem Moment heraus, ohne an Morgen zu denken. Ich schränke mich nicht mehr ein sondern gehe da hin, wo die Freiheit wohnt. Ich geniesse mein Essen und die vielfältigen Begegnungen und befreie mich auch da von Konzepten.

Ich höre nicht mehr auf meine Bioresonanz-Therapeutin und esse wieder das, worauf ich Lust habe (ist zwar fast das Gleiche, aber freiwillig

😉 ).

Und noch weniger höre ich auf all die vermeintlich wohlgesinnten Besserwissern, die selber unglücklich sind und es nicht ertragen, wenn jemand sein Leben geniesst.
Ich trinke Wein ohne schlechtes Gewissen. Es verstopft den Zugang zur geistigen Welt? Ich soll mit niemandem Sex haben und jetzt mind. 3 Jahre Single sein? Immer schön alleine zuhause hocken und meditieren? Bullshit! Ich bin am meisten verbunden mit der geistigen Welt, wenn ich so lebe, wie es mir gut tut und gefällt und keinerlei Konventionen folge.

Das Leben ist sinnlich geworden und kein endloser Ich-muss-immer-noch-besser-werden-Krampf mehr. Einfach leben. Genussvoll essen, trinken, putzen, tanzen, küssen, lieben, streiten, sein. Das ist geerdete Spiritualität. So fühlt sich der goldene Teil meiner Seele pudelwohl in meinem menschlichen Körper und beginnt sich seltsamerweise in mir auszudehnen, obwohl ich das gar nicht mehr wollte.

Scheiss auf Erleuchtung!! Ich will leben!
Das ist es! Darum geht es. Für mich.

Arbeiten macht auch wieder Sinn und Spass. Die ersten Sitzungen fühlten sich komisch an, ich hatte das Gefühl, ich habe nichts mehr zu geben. Und dabei festgestellt, dass genau das den Menschen gut tut.

Ich kann einfach leben und lieben und mein Herz öffnen. Mehr gibts nicht zu tun und nicht mal das, wenn ich keine Lust dazu habe.

2018 – mein Jahr der Wandlung und Vollendung. Genuss und Sinnlichkeit

Mmhhmm….mein warm duftendes Brot ruft mich. Und ein Tag voller Sinnlichkeit.

Zerstückelung

Wer bin ich, wenn ich nicht mehr bin?

Das Haus, das ich mir einst gebaut habe,

ist nur noch Schutt und Asche.

Alles liegt in Trümmern,

Konzepte lösen sich in Luft auf,

während neue entstehen.

Wie ein Wirbel formiert sich in jedem Moment

alles neu.

Es gibt nichts mehr zu halten,

nichts mehr zu finden.

Nur in mir finde ich einen Stillpunkt

dann und wann,

wenn ich mir erlaube,

mich herabsinken zu lassen

im Strudel der Eindrücke,

die kommen und vergehen,

wie alles, ausser ich.

Doch wer bin ich?

Erstmals

Erstmals….
hänge ich mich
an nichts mehr an,
weil da nichts mehr ist.
Momente kommen und gehen.
Dankbarkeit, Leere, Angst, Freude, Einsamkeit, Verbundenheit, Lust.
Was bleibt, bin ich.
Doch wer bin ich?
Einsame Wölfin,
heissblütiger Araber,
wilde Tigerin
unangepasste Rebellin,
schnurrende Katze,
die gleichzeitig
DAS Anpassungstalent ist.
Wer bin ich,
wenn das alles nicht mehr ist?
Wer bin ich dann noch?

Auf meinem Weg…
der in jedem Moment
ein anderer ist.

Wandel

Die Zeiten zwischen den Zeiten sind immer ganz besonders

seit sie ihnen Beachtung schenkt und sich mehr Zeit als sonst schenkt,

um in die Tiefe abzutauchen.

Und gleichzeitig pulsiert das Leben wie schon lange nicht mehr.

Soviele Eindrücke, neue Menschen, Musik und Tanz

Freude, Einsamkeit, Liebe, Frieden, Rückzug.

Alles ist da. Der Wandel tut ihr gut.

Das Leben ist im Fluss.

Es gibt nichts festzuhalten. Eindruck um Eindruck geht vorbei

und der nächste folgt.

Sie kann sich einfach fallen lassen.

Tanzend

Tanzend bewegt sie sich durch die Gezeiten, zieht die klare Luft tief in ihre Seele und fühlt, fühlt, fühlt.

Sie kniet nieder vor dem Altar und versinkt in Stille, lässt erstmal den Raum auf sich wirken.

Sie fühlt sich scheu. Fremde Menschen, nicht der wohlbekannte Ort. Es zieht sie nach Hause, in ihre sichere Höhle.

Doch irgendwie, ganz sanft, gelingt ihr der Einstieg in den Tanz, mit geschlossenen Augen.

Sie geniesst sich und die Bewegung, eins mit der Musik. Aprupter Wechsel, nein, das geht nicht zum Tanzen. Der nächste Impuls zu gehen und sich alleine zu Hause nicht so einsam fühlen wie hier…..

In dem Moment kommt ein alter Freund und nimmt sie an der Hand zurück auf die Tanzfläche, sie bringt die Einsamkeit in den flow des Tanzes, der die nächsten drei Stunden nicht mehr aufhört.

Sie tanzt sich frei, alleine, zu zweit, zu vielt, für sich und verbunden.

Dann ist es Zeit, Abschied zu nehmen und sie freut sich auf ihr Zuhause und all die weiteren, überraschenden Momente, die ihr das Leben schenken will.

Verbundenheit

loonalou

Viele Wochen des Abschieds

liegen hinter ihr

Nächte voller Tränen und Fragen

die sich abwechselten

mit süssen Stunden der

gefühlten Einheit und Liebe

zarten Berührungen

und sinnlichen Küssen

Sie nährte die Hoffnung

ihres Liebesfeuers

und liess ihn immer wieder

ziehen in die dunkle Nacht

in die Schatten

seiner Vergangenheit

Sie übte sich in

annehmen, loslassen und vertrauen

und immer mehr

einfach bei sich zu sein

mit all den Facetten

anzunehmen

Jetzt wo sie liebevoll

Abschied genommen hat

von diesem Menschen

der sie so berührt und geliebt hat

fällt sie nochmals tiefer

tiefer und tiefer

bis an den Grund ihres Schmerzes

und weiter

Nein sie stoppt den Prozess nicht mehr

da wo es am meisten weh tut

sie fällt einfach weiter

denn sie hat sich dem Leben

und dem Tod versprochen

und wer leben will

muss auch sterben können

So wird es langsam wieder

ruhig in ihr

und als sie nach…

Ursprünglichen Post anzeigen 58 weitere Wörter